Informationen über den Austausch

Stand: Austauschjahr 2014 - 2015



Die Organisation und Finanzierung

Die GDANSA e.V. hat ihre Geschäftsstelle in Freiburg. Der Vorsitzende, Dr. Martin Liebermann, war 1977 selbst Stipendiat in Australien. Zusammen mit den Schwestergesellschaften in Australien und Neuseeland bietet die Gesellschaft jedes Jahr etwa 25-30 Schülern die Möglichkeit, Australien oder Neuseeland zu besuchen und bringt entsprechend Jugendliche aus Australien und Neuseeland in deutschen Gastfamilien unter.

Unsere Stipendien werden sowohl von Privatpersonen, öffentlichen Stellen als auch von großen international tätigen Firmen gesponsert, die sich entweder die Förderung der Beziehungen zwischen Deutschland, Australien und Neuseeland auf ihre Fahnen geschrieben haben oder aus der Motivation der Jugendbildung die Idee dieses Austausches unterstützen. Dazu gehörten bisher bzw. gehören u.a. die Australische und die Neuseeländische Botschaft, sowie viele Firmen, Privatpersonen und Mitglieder der GDANSA.

Das Engagement für diesen Austausch ist seitens aller Beteiligten ehrenamtlich. Die Gastfamilien nehmen die Schüler unentgeltlich auf, so dass alle Zuwendungen voll dem Austausch zugute kommen: Für den Gewinner eines Stipendiums und seine Familie entstehen nur geringe Kosten, insbesondere im Vergleich zu kommerziellen Austauschprogrammen, bei denen hohe Schul-, Visa- und Organisationsgebühren anfallen.



Zeitlicher Ablaufplan - von der Bewerbung bis zum Sponsorenbericht





Bewerbung & Zielgruppe

Unser Programm richtet sich ausschließlich an Schüler weiterführender Schulen
(Bedingungen siehe Kasten), deren Familien bereit sind, einen Austauschschüler aus Australien oder Neuseeland bei sich aufzunehmen.

Voraussetzung 2014 / 2015:

Am 01.10.2014 in der Klasse 10, 11 oder 12

Nach der Rückkehr aus Übersee im Sommer 2015 noch mindestens ein Schuljahr vor sich

Von unseren Stipendiaten erwarten wir, dass sie sich als Botschafter der jungen deutschen Generation verstehen und daher nicht nur über ein breites Allgemeinwissen, sondern auch über ein besonderes Verständnis der jüngeren deutschen Geschichte und Politik verfügen. Unsere Stipendiaten sollen für ihre Ansichten einstehen können und müssen sich bewusst sein, dass sie in ihrem kleinen familiären und schulischen Umfeld in Übersee durchaus das gesamte Bild von Deutschland beeinflussen können.

- Unser Programm soll kein kostenloser Urlaub in Übersee sein -
- GDANSA e.V. ist kein Reiseveranstalter! -


Detailliertere Informationen zu Ablauf und Inhalt unseres Auswahlverfahrens sowie Tipps zur Vorbereitung finden Sie im Bereich "Auswahlverfahren".

In drei Schritten zur Bewerbung: Im Bereich "Bewerbung" findet sich eine Anleitung, welche Punkte bis zum Bewerbungsschluss am 30.04.2014 erledigt werden müssen. Nach Bewerbungsschluss - es gilt das Eingangsdatum - werden wir Sie bis Mitte Mai kontaktieren und über den weiteren Ablauf im Bewerbungsprozess informieren.



Die Aufnahme eines Gastschülers

Nach der Zusage zur Aufnahme eines Gastschülers Mitte Oktober erreichen die australischen/neuseeländischen Austauschschüler Deutschland gegen Ende November und erleben so meist zum ersten Mal Weihnachten im Winter in ihrer deutschen Gastfamilie.

Von den Familien der Bewerber erwarten wir das Interesse, einem Schüler aus Übersee für diese Zeit ein Zuhause zu bieten und dem Schüler so deutsches Alltagsleben und Kultur näherzubringen. Das heißt natürlich nicht, dass ein Sonderprogramm für den Austauschschüler veranstaltet werden soll. Idealerweise sollte der Austauschschüler wie jedes andere Familienmitglied in die Familie und deren Aktivitäten einbezogen werden und gerade durch den täglichen Schulbesuch auch selbständig Kontakt mit anderen Jugendlichen aufnehmen. Oft handelt es sich bei den Austauschschülern um junge Menschen, die das erste Mal weit weg von zu Hause sind und eine lange Reise in ein fremdes Klima unternehmen.

Ein Mitglied der GDANSA sowie ein Vertreter des Ehemaligenvereins GASS werden für Sie immer erreichbar sein, so dass anstehende Probleme schnell und unkompliziert gelöst werden können. Gerade die ehemaligen Stipendiaten von GASS können oft schnell helfen, da sie selbst vor nicht allzu langer Zeit am Austausch teilgenommen haben und sich daher meist gut in die Probleme des Austauschschülers hineinversetzen können.

Der Ehemaligenverein GASS übernimmt zudem die Organisation von Regionaltagen im Dezember sowie eines 5-tägigen Wintercamps in der ersten Januarwoche. Dort wird sowohl ein kulturelles Programm mit Museumsbesuchen und Stadtführungen geboten, als auch ein unterhaltsames Programm, bei dem sich die Schüler untereinander kennenlernen. Da die Stipendiaten hier ihren ganzen Austauschjahrgang kennenlernen, ist die Teilnahme verpflichtend. In den letzten Jahren fanden diese Camps unter anderem in Weimar, Berchtesgaden, Monschau, Friedrichshafen und Potsdam statt. An diesen Camps nehmen auch immer ehemalige Stipendiaten teil, die den potentiellen Stipendiaten von ihren eigenen Erfahrungen in Übersee berichten und ihnen so mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

Ende Januar verlassen die Austauschschüler schon die Gastfamilien, um die letzten Tage ihres Aufenthaltes in Deutschland gemeinsam unter Betreuung durch GASS und GDANSA in Berlin zu verbringen.



Der Aufenthalt in Übersee - nicht nur Melbourne & Sydney

Nach dem Abflug der Gäste aus Übersee im Februar erhalten Sie alle weiteren Informationen zur Reisevorbereitung. Über Christi Himmelfahrt findet schließlich ein weiteres von GASS abgehaltenes Camp statt. Die Teilnahme daran ist verpflichtend, da während dieses Sommercamps ein Seminar stattfindet, an dem wichtige Informationen verteilt, Instruktionen über das Verhalten in Australien/Neuseeland vermittelt und letzte Fragen bezüglich des Abflugs geklärt werden.

In der Regel stehen auch bis zu diesem Camp die Gastfamilien in Übersee fest. Grundsätzlich gilt, dass der Stipendiat eine weitere Familie neben der des eigenen Austauschpartners in Deutschland kennenlernt und so seinen Horizont erweitert. In Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation suchen wir Gastfamilien aus, bei der sich die Stipendiaten unseres Erachtens wohlfühlen werden. Unser Austausch ist dabei nicht auf die Großstädte Melbourne und Sydney limitiert - unsere Gastfamilien verteilen sich auf die Bundesstaaten Victoria, New South Wales, Western Australia (und Neuseeland). Ortspräferenzen können nicht berücksichtigt werden - unsere Überseegäste landen ja schließlich auch nicht alle in Berlin, München und Hamburg. Letztlich entscheidend für den Erfolg des Austausches sind die Menschen, weswegen wir von unseren Stipendiaten Aufgeschlossenheit gegenüber ihrer neuen Gastfamilie ebenso wie ihrer neuen Umgebung erwarten - auch wenn diese einige Autostunden von der nächstgrößeren Stadt entfernt liegt.

Anfang Juni fliegen die deutschen Stipendiaten schließlich für etwa drei Monate (bis Anfang September) nach Übersee. In Australien findet ebenfalls ein Camp statt. Zusätzlich haben die deutschen Austauschschüler die Möglichkeit, fünf Tage lang selbstständig (in Kleingruppen) zu reisen.

Während der Zeit in Australien erwarten wir von den Stipendiaten die regelmäßige Teilnahme an der ihnen zugeteilten Schule und das Anpassen an das Leben der Gastfamilie. Diese nimmt den deutschen Schüler aus freien Stücken und ohne finanzielle Kompensation bei sich auf. Unter dem Leitbild "Botschafter sein und Initiative ergreifen" erwarten wir von unseren Stipendiaten auch, dass sie sich aktiv und selbständig in ihrem neuen Umfeld einbringen. Am Ende des Aufenthaltes verbringen auch die deutschen Schüler gemeinsam Zeit in Canberra und Sydney, bevor es schließlich wieder zurück nach Deutschland geht.

In Neuseeland sind die deutschen Austauschschüler wegen der fehlenden Existenz eines breiten Mitgliedernetzwerkes der Partnerorganisation und auf Grund der geringen Zahl der Austauschschüler stärker auf sich allein gestellt. Allerdings stehen auch hier Strukturen bereit, die bei Bedarf vor Ort Hilfe und Unterstützung bieten können. Die verpflichtende regelmäßige Teilnahme am Unterricht der Gastschule gilt selbstverständlich auch hier. Da keine Camps organisiert werden, erlauben wir den Stipendiaten in Neuseeland, maximal acht Tage selbstständig zu reisen.

Sollte es während des Überseeaufenthaltes zu Problemen kommen, steht die GDANSA e.V. in engem Austausch mit der australischen bzw. neuseeländischen Partnerorganisation. Zudem sind auch deutsche Mitglieder von GASS vor Ort erreichbar. Bewerber sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie im Rahmen des Stipendiums ca. 5-7 Wochen Schule in Deutschland zum Ende des Schuljahres (Juni) oder zu Beginn des nächsten Schuljahres (August) verpassen werden. Der Austausch ist nur im Rahmen der Austauschgruppe und des entsprechend kommunizierten Zeitraumes möglich, so dass keine individuellen Ausnahmen (bspw. spätere Anreise, eigene Flugbuchung, o.ä.) genehmigt werden können. Es ist vom Bewerber zu prüfen, ob es dadurch ggf. zu Konflikten mit zentralen Abschlussprüfungen kommt. Im Fall von Terminkollisionen lassen sich bei frühzeitiger Absprache mit der Schule in der Regel Ausnahmeregelungen erwirken.



Die Rückkehr und GASS Germany e.V.

Nach der Rückkehr aus Australien oder Neuseeland erwarten wir von unseren Stipendiaten das Erstellen zweier Berichte über den Aufenthalt. Zunächst einen - je nach Sponsor - in englischer oder deutscher Sprache verfassten ca. 8-seitigen Bericht für unsere Sponsoren, mit dem auch weitere Sponsoren angeworben werden sollen, sowie einen Bericht für die Vereinszeitung GASSette in kleinerem Umfang und beliebiger Sprache.

Außerdem hoffen wir, dass unsere Stipendiaten weiterhin Kontakt halten und sich im Ehemaligenverein GASS (German Australian Scholarship Students) engagieren und weiterhin gern an den Camps teilnehmen. Nicht ohne Grund zählt der Verein heute mehr als 300 Mitglieder - denn GASS zeichnet sich durch den Zusammenhalt der Ehemaligen und deren ehrenamtliche Eigeninitiative zur Fortführung des Austausches aus.

Austauschschüler, bei denen der Aufenthalt in Übersee schon länger zurückliegt und auch Eltern ehemaliger Stipendiaten sind zudem herzlich eingeladen, der GDANSA e.V. selber beizutreten und so durch ihre Mitarbeit und Beiträge den Austausch mitzutragen.



Das Stipendium und die Kosten

Mit der Zusage zur Aufnahme eines Überseegastes im Oktober hat der Bewerber die Auswahlkriterien für ein Stipendium der GDANSA e.V. erfüllt und wird in den Kreis der jährlich ca. 30 Stipendiaten aufgenommen, die im folgenden Sommer nach Übersee fliegen.
Das Stipendium beinhaltet die ehrenamtliche Organisation und Betreuung während der gesamten Austauschzeit. Mit der Annahme des Stipendiums erkennt der Bewerber die Regeln der GDANSA u.a. für den verpflichtenden Schulbesuch in Australien/Neuseeland, die Einhaltung der freien Reisezeit, die gemeinsame An- und Abreise nach/von Übersee mit der Austauschgruppe, das Anfertigen eines Erfahrungsberichts, sowie alle weiteren Regeln der GDANSA und ihrer Partnerorganisationen an.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die GDANSA sich vorbehält, ihre Entscheidung über ein Stipendium zurückzunehmen, sofern es zu erheblichen Vorkommnissen kommt, die dem Ermessen der GDANSA nach einem erfolgreichen Ablauf des weiteren Austausches im Wege stehen. Es besteht kein Rechtsanspruch auf ein Stipendium.
Den größten Kostenblock stellen die Flugkosten dar. Hier erhält der Stipendiat von zwei Seiten Unterstützung durch die GDANSA: Jährlich übernimmt die GDANSA für die Bewerber mit den besten Ergebnissen im Auswahlverfahren die Flugkosten. Die GDANSA strebt jährlich die Übernahme von 5-10 Flugpassagen an. Eine unverbindliche Indikation, ob die Flugpassage des Stipendiaten durch die GDANSA übernommen wird, wird bereits im Oktober gegeben. Die definitive Zusage zur Übernahme der Flugkosten wird jedoch erst im Februar je nach finanzieller Situation der GDANSA gegeben.
Alle Stipendiaten erhalten zudem ein Informationspaket mit Anregungen und Ideen wie sie sich einen Unterstützerkreis aufbauen und so ihre Flugkosten selbst finanzieren können, insbesondere dann, wenn die Eltern dies nicht leisten können. In diesem Fall ist Eigeninitiative & Kreativität seitens des Stipendiaten gefragt.

Der zweitgrößte Kostenblock ist i.d.R. die freie Reisezeit, die durch die Stipendiaten selbst gestaltet werden kann. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass dieser Teil des Austausches optional ist.
Für Neuseeland-Stipendiaten entfallen die Kosten für Camps, da die neuseeländische Organisation sehr klein ist und daher keine Camps veranstaltet. Reisen zwischen Australien und Neuseeland sind ausdrücklich nicht gestattet.

Außerdem bitten wir nach Rückkehr aus Übersee um eine Spende in Höhe von ca. 150 Euro an die GDANSA e.V. Diese Spenden kommen voll dem Austausch zu Gute und werden für die Finanzierung der Stipendien des nächsten Jahres verwendet. In der Vergangenheit konnte so jedes Jahr ein "Elternstipendium" im Folgejahr verliehen werden. Die GDANSA ist als gemeinnützig anerkannt, so dass die ausgestellten Spendenquittungen bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden können.

Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die Kosten, die unabhängig von einem Stipendium entstehen.





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